17.05.2016 Pfingstübung

17.05.2016 Pfingstübung

Bericht aus dem HA vom 20.05.2016 zur Pfingstübung 2016 in Butterstadt:

Bruchköbel (sys/) Alle fünf Bruchköbeler Feuerwehren, die Feuerwehr Erlensee Langendiebach und das Deutsche Rote Kreuz waren im Einsatz. Die Alarmierung lautete „Verpuffung Werkstatt Firmengelände Odenwäller, mehrere Menschenleben in Gefahr“. Das Einsatzszenario war aber zum Glück kein Ernstfall, sondern die traditionelle Pfingstübung.

In jedem Jahr wird die Übung von einer anderen Wehr geplant. So war die Feuerwehr Butterstadt dieses Mal mit der Ausarbeitung betraut. Viele Zuschauer verfolgten hautnah und mit großem Interesse, wie die Einsatzkräfte die Vorgaben abarbeiteten. In dem kleinsten Bruchköbeler Stadtteil ist eine Herausforderung die Wasserversorgung. Da der Wasserdruck nicht für Löscharbeiten ausreicht, musste die Wasserversorgung vom Löschteich aufgebaut werden. Für die 400 Meter lange Strecke wurden von Roßdorf Leitungen verlegt und Schlauchbrücken gesetzt. Hier musste zusätzlich der Verkehr geregelt werden. Oberissigheim unterstützte beim Aufbau der Versorgung und schickte einen Atemschutztrupp als Sicherheitstrupp zur Einsatzstelle. Währenddessen waren Angriffstrupps aus Butterstadt und Niederissigheim am „Brandherd“ zur Menschenrettung und Brandbekämpfung im Einsatz. Eine „Verletzte“, die sehr realistisch vom Mimtrupp des DRK dargestellt wurde, konnte aus der verqualmten Werkstatt in Sicherheit gebracht werden. Das DRK übernahm die Verletztenversorgung. Unter schwerem Atemschutz rettete die Bruchköbeler Wehr eine weitere vermisste Person. Außerdem war die Feuerwehr Bruchköbel mit der Wasserversorgung am Einsatzbereich beschäftigt. Bei der Verpuffung wurde ein weiterer Verletzter von einem Container eingeklemmt. Hier mussten die Langendiebacher die Rettung übernehmen. Mit Keilen und Hebekissen wurde der Container soweit angehoben, bis der Verschüttete aus seiner bedrohlichen Lage herausgezogen werden konnte. Auch hier übernahm das DRK die Erstversorgung.

Wieder einmal haben die Freiwilligen Feuerwehren und die Rettungskräfte des DRK bewiesen, dass sie im Notfall schnell und effektiv handeln können. Insgesamt waren 53 Einsatzkräfte der Wehren und zehn Retter des DRK vor Ort. Bürgermeister Günter Maibach lobte die freiwilligen Ehrenamtlichen und zeigte sich beeindruckt, wie gut Hand in Hand gearbeitet wird. Klaus Lauterbach, der Stadtbrandinspektor, war auch zufrieden mit dem Ablauf: „Der Einsatzort war ein kleiner Raum für viel Feuerwehr. Sicher hat man bei einer Übung nicht so viel Strom auf der Tapete wie bei einem richtigen Einsatz. Aber die Wehren haben bewiesen, dass man im Notfall auf alle zählen kann“.

Fotos: © Sylvia Sehring, Hanauer Anzeiger