12.10.2016 Person in lebensbedrohlicher Zwangslage

12.10.2016 Person in lebensbedrohlicher Zwangslage

(bt) Bereits am vergangenen Mittwoch ereignete sich an der Kreuzung Hammersbacher Straße/ L3195 ein medizinischer Notfall, bei dem nicht nur der Rettungsdienst sondern auch die Feuerwehr gefordert wurde. Im Bereich der Kreuzung war ein PKW Fahrer am Steuer zusammengesunken. Das noch fahrende Fahrzeug kam am Ortseingang zum Ortskern von Niederissigheim am Fahrbahnrand zum stehen. Ersthelfer, die den Zwischenfall beobachtet hatten, konnten dem Mann jedoch nicht zur Hilfe eilen. Die automatische Innenraumverriegelung blockierte die Türen. Mit einem harten Gegenstand zerschlugen die Ersthelfer eine Fensterscheibe, um die Türen öffnen zu können. Der Patient wurde leblos vorgefunden, woraufhin die Ersthelfer umgehend Reanimationsmaßnahmen einleiteten. Die nur Augenblicke später eingetroffene Feuerwehr übernahm die weiteren Wiederbelebungsmaßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 2“ wurde zudem ein Notarzt zur Einsatzstelle geflogen. Nach einigen Minuten konnten die Einsatzkräfte den Mann ins Leben zurückholen. Zwei Feuerwehrleute begleiteten anschließend den Transport des Patienten in die nächste geeignete Klinik.

Nicht unerwähnt lassen will die Feuerwehr das, was sich in unmittelbarer Nähe der Einsatzstelle abspielte. So war es einigen „Zuschauern“ offenbar sehr wichtig, den Zustand des Patienten persönlich aus unmittelbarer Nähe zu begutachten. Dass dadurch die Rettungsarbeiten behindert wurden, störte die Neugierigen recht wenig. Erst nach einer verbalen Auseinandersetzung mit der anwesenden Streifenwagenbesatzung zogen die forschen Passanten von der Einsatzstelle ab.

Foto: Symbolfoto; Thoran