31.12.2017/ 01.01.2018 Jahreswechsel

31.12.2017/ 01.01.2018 Jahreswechsel

(bt) Aus Sicht der Feuerwehr verlief der Jahreswechsel durchschnittlich. Allerdings hielten nicht nur silvestertypische Einsätze wie brennende Mülltonnen und Hecken die Einsatzkräfte in Atem. Im Bereich der Bahnstrecke zwischen Bruchköbel und Nidderau legten „Scherzbolde“ den Bahnverkehr lahm und sorgten für einen völlig unnötigen Großeinsatz der Rettungskräfte.

An mehreren Stellen, wie hier im Saalburgring, brannten Hecken und Mülltonnen.

Schon wenige Minuten nach Mitternacht gingen die ersten Notrufe ein. Anrufer meldeten ein Kleinfeuer in der Schießstraße im Stadtteil Roßdorf sowie eine brennende Hecke in der Hainstraße in der Kernstadt. Nur unwesentlich später folgte eine brennende Mülltonnenbatterie im Saalburgring. „Das waren Routineeinsätze. Alle Brände konnten schnell gelöscht werden“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Auch die Besatzung eines Rettungswagens brauchte Hilfe der Feuerwehr. Bei der Versorgung einer Patientin hatte sich das Fahrzeug in einem Feldweg festgefahren und musste von der Feuerwehr geborgen werden.

Im Bereich der Bahnstrecke zwischen Bruchköbel und Nidderau legten „Scherzbolde“ für rund eine Dreiviertelstunde den kompletten Zugverkehr lahm und sorgten für einen völlig überflüssigen Großeinsatz von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. Unbekannte hatten eine Mülltonne auf die Gleise gelegt. Ein Lockführer eines aus Richtung Nidderau kommenden Regionalzuges hatte das Hindernis in der Dunkelheit nicht rechtzeitig erkennen können und war damit kollidiert. „Der Lokführer hatte den Schatten im Scheinwerferlicht nicht eindeutig erkannt und ging davon aus, dass er eine am Gleis stehende Person angefahren hatte. Entsprechend umfangreich wurde die Strecke von Rettungskräften viele Kilometer zu Fuß abgesucht“, kommentierte ein sichtlich verärgerter Sprecher der Feuerwehr diesen Einsatz. Für die Dauer der „Rettungsaktion“ wurde die Bahnstrecke in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Der Lokführer musste vom Rettungsdienst betreut werden. Die Bundespolizei hat nun Ermittlungen wegen Eingriff in den Bahnverkehr aufgenommen.

Rettungskräfte am Bahnhof Bruchköbel.

Fotos: Sehring, Thoran, Balzer/ FF Bruchköbel