Persönliche Schutzausrüstung

Hier finden Sie eine Übersicht über die uns zur Verfügung stehende Persönliche Schutzausrüstung:

Flammschutzbekleidung

Die Flammschutzbekleidung nach EN 469 und HuPF Teil 1 und 4 dient der Feuerwehr zur Brandbekämpfung und schützt den Träger vor Flammeneinwirkung während seiner Arbeit. Der Aufbau der Feuerschutzbekleidung ist dabei ein entscheidender Faktor für die Sicherheit des Trägers. Aus welchen Materialien die Überbekleidung genau besteht, hängt unter anderem von wirtschaftlichen Faktoren und der Frage nach dem gewünschten Schutzgrad gegenüber Flammeneinwirkung und der Resistenz gegenüber chemischen Stoffen ab. Der Aufbau der Bekleidung besteht dabei immer aus mind. 3 Lagen (Oberstoff, Zwischenlage und Innenfutter), kann aber auch aus weiteren Lagen bestehen.

Die Aufgabe des Oberstoffes ist es, den Träger vor Flammen, Wasser sowie mechanischen und chemischen Einflüssen zu schützen. Die Zwischenlage soll eine thermische Isolation gegenüber einer heißen Umgebung realisieren. Bei hochwertigen und teuren Bekleidungen ist unmittelbar in dieser Lage eine Membrane für die Atmungsaktivität eingebaut, während ein Luftpolster durch kleine genoppte „Abstandshalter“ -zur äußeren Stoffschicht hin- eine Isolation erzeugt. Das Innenfutter hat schlussendlich den Zweck, den Schweiß vom Körper abzuführen. Neben diesem 3-lagigen Aufbau gibt es auch die Möglichkeit, das selbe Grundprinzip über einen 4 (oder mehr) lagigen Aufbau zu realisieren. Dabei liegen Membrane und die thermische Isolierung getrennt. Dies senkt die Produktionskosten und den Aufwand erheblich, führt aber zu einem höheren Gewicht, einer schlechteren Bewegungsfreiheit und einer oftmals schlechteren Atmungsaktivität der Kleidung, da der Wasserdampf mehr Kleidungsschichten (höherer Widerstand) durchdringen muss. Je mehr Lagen der Aufbau besitzt, desto negativer wirkt sich dies auch auf das Wasseraufnahmeverhalten der Bekleidung und eine längere Rücktrocknungszeit aus.

Bei Beflammung und Temperaturen knapp über 800°c härtet die Polyaramidfaser (Nomex) aus und verfärbt sich Gelb/ Braun. Durch das Aushärten wird der Stoff zudem sehr anfällig und zerbröselt/ zerbricht wie eine hauchdünne Schicht Eis bei der kleinsten mechanischen Beanspruchung. Hochwertige Schutzkleidung die wiederkehrender thermischer Beanspruchungen oder schlagartig auftretender hoher Temperatur standhalten muss, wird daher z.B. aus Polybenzimidazol (PBI) hergestellt. Dies verhindert, das die Bekleidung nach jeder Beflammung ausgetauscht werden muss. Zudem bleibt der Stoff auch nach Brandeinwirkung dauerhaft elastisch und besitzt eine hohe Resistenz gegenüber Säuren und Laugen.

In Bruchköbel wird überwiegend Schutzkleidung nach HuPF Teil 1 und 4 der Firmen Viking und Watex genutzt. In der Regel kommt hierbei die Kunstfaser Nomex (ein Polyaramid in verschiedenen Mischvarianten) zum Einsatz. Alle Kleidungsstücke sind antistatisch und können auch in EX-Zonen (explosionsgefährdeten Bereichen) zum Einsatz kommen. Neben einer Überjacke gehört eine Überhose und für die Brandbekämpfung auch eine zweilagige Kopfschutzhaube sowie entsprechende Handschuhe zur Ausstattung des eingesetzten Personals.

Für die bessere Sichtbarkeit bei Tag und Nacht ist die Bekleidung in der Regel mit Reflexmaterial in Gelb/ Silber/ Gelb und reinem Silber ausgestattet. Wird die komplette Garnitur getragen, entfällt für den Feuerwehrmann die Warnwestenpflicht. 2010 wurde darüber hinaus ein Trageversuch mit Jacken der Firma Isotemp mit sogg. „Reflexite“ Bestreifung begonnen. Diese Reflexstreifen fallen besonders durch ihre sehr auffällige Gelbfärbung und ihr starkes Reflexionsverhalten auf. Gleichzeitig ist der Lagenaufbau der Testjacken anders ausgeführt als bei den regulär eingesetzten Jacken.

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Arbeitsbekleidung

Um Feuerwehrleuten die Arbeit bei Tätigkeiten zu erleichtern, die nicht das Tragen von Flammschutzbekleidung erfordert, gibt es zusätzlich leichte Schutzkleidung. Diese wird bei Einsätzen getragen, die im Bereich der Technischen Hilfe angesiedelt sind. Im einzelnen sind dies eine Jacke und eine Bundhose, die jeweils zur besseren Sichtbarkeit mit Reflexmaterial in Gelb/ Silber/ Gelb benäht wurden. Die Schutzkleidung schützt dabei in erster Linie vor mechanischen Gefahren, Verschmutzung und dient der verbesserten Wahrnehmung des Trägers auf Verkehrsflächen oder an Einsatzstellen. Das Design der Bekleidung ist an die Flammschutzbekleidung angelehnt, verfügt jedoch über ein deutlich kleineres Leistungsspektrum.

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Hitzeschutzbekleidung

Bei besonders großer Wärmestrahlung setzt die Feuerwehr zum Schutz der eingesetzten Kräfte Hitzeschutzkleidung ein. Diese Hitzeschutzkleidung gibt es in drei verschiedenen Leistungsstufen, wobei nur Variante 2 (mittlerer Hitzeschutz) und 3 (schwerer Hitzeschutz) in der Praxis eine Rolle spielen. Klassisch für die Hitzeschutzkleidung ist das silberne Aussehen der Kleidung. Vor dem Anlegen der Hitzeschutzkleidung muss der Träger seine komplette Flammschutzbekleidung (samt Atemschutzgerät) anlegen. Darüber wird dann ein silberner Mantel (Form 2, mittlerer Hitzeschutz) oder eine silberne Latzhose und Jacke (Form 3, schwerer Hitzeschutz) gezogen. Für beide Varianten gibt es zudem besondere Handschuhe und einen Helm (bzw. eine Haube) mit verdunkelter Sichtscheibe.

Die Kleidung selber besteht aus einem Aramid-Gewebe auf das Aluminium aufgedampft wurde und soll Feuerwehrleuten ermöglichen, sich Brandstellen mit sehr hoher Wärmestrahlung zu nähern. Bedingt durch den Nachteil, dass diese Form der Schutzkleidung eine sehr geringe Bewegungsfreiheit und nur ein sehr eingeschränktes Sichtfeld ermöglicht, eignet sie sich nur zur Verwendung an besonderen Brandstellen.

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Chemikalienschutzanzug

Eine besondere Gefahr geht im Feuerwehrdienst von gefährlichen Stoffen aus, die in Form von Stäuben, Gasen, Flüssigkeiten, u.Ä. vorkommen können. Um sich vor diesen biologischen und chemischen Gefahren zu schützen, stehen der Feuerwehr „Chemikalienschutzanzüge“ zur Verfügung. Diese Anzüge sind aus speziellen Kunststoffen gefertigt, die eine möglichst hohe Durchdringbeständigkeit gegenüber zahlreichen Chemikalien aufweisen. Allerdings ist ein Chemikalienschutzanzug keine anziehbare „unzerstörbare Festung“, weshalb der Kontakt mit dem Gefahrstoff vermieden oder immer möglichst kurz sein sollte.

Da der Chemikalienschutzanzug gasdicht ist, muss der Träger grundsätzlich ein Atemschutzgerät tragen, um nicht zu ersticken. Stiefel und Handschuhe sind fest mit dem Anzug verbunden und können nicht abgenommen werden. Mit einem speziellen gasdichten Reißverschluss wird der Anzug verschlossen. Das An- und Ausziehen dieses Anzuges setzt die Hilfe weiterer Feuerwehrmänner voraus und erfordert darüberhinaus viele weitere organisatorische Maßnahmen, die sehr Personal- und Materialintensiv sind.

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Ausgehuniform

Die amtliche Dienstbekleidung der Feuerwehr besteht aus einer dunkelblauen Jacke und Hose, einem hellblauen Hemd und einer dunkelblauen Krawatte. Sie wird bei besonderen Anlässen, zu Brandsicherheitsdiensten oder offizielen Versammlungen getragen. Die Hauptaufgabe dieser Bekleidung besteht darin, sichtbar als Feuerwehrmann bzw. Feuerwehrfrau aufzutreten.

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Jugendfeuerwehr

Die Jugendfeuerwehr kleidet sich deutschlandweit einheitlich. Blaue Latz- oder Bundhosen und eine blaue Jacke mit einem orangefarbenen Schulterbereich sind klassisch für jeden Angehörigen der Jugendfeuerwehr. Die Kleidung besteht aus Baumwolle und ist nicht wasserabweisend. Ein oranger Helm, Lederhandschuhe und Sicherheitshalbschuhe komplettieren die Schutzausrüstung im Bereich der Jugendfeuerwehr. Graue Polos und Pullover mit einem eigenen Jugendfeuerwehrlogo auf dem Rücken sind ebenfalls Bestandteil des Erscheinungsbildes.

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Bambinogruppe

Die Kindergruppe unserer Feuerwehr trägt einfache Hosen und Jacken. Lederhandschuhe in Kindergröße und der Helm der Jugendfeuerwehr sind die einzigen Teile an dieser Ausrüstung, die dem persönlichen Schutz dienen. Sicherheitsschuhe in diesen kleinen Kindergrößen gibt es nicht.

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