29. November 2020

Fahrzeuge

Einsatzleitwagen 1 (ELW 1)

Ein Einsatzleitwagen1 (kurz ELW 1) ist eine fahrbare Kommandozentrale für den Einsatzleiter. In ihm sind unter anderem Lagekarten, Gebäudepläne und Schlüssel deponiert, um im Einsatzfall dem Einsatzleiter als Hilfsmittel zur Verfügung zu stehen. Gleichzeitig sind zwei Funkarbeitsplätze und ein Besprechungsraum mit 4 Sitzplätzen und Tisch im Fahrzeug untergebracht. Die Besonderheit: Der Fahrer- und der Beifahrersitz lassen sich um 180° drehen und ermöglichen so eine platzsparende Unterbringung des Funkbedienpersonals. Mit Einführung des Digitalfunks 2014 bekam der ELW zusätzlich die Funktion eines fahrbaren Repeaters, um die Netzabdeckung an der Einsatzstelle zu verbessern. Das Fahrzeug nimmt somit eine Schlüsselposition bei der Fernübertragung von Kommunikationsinhalten ein.

Das Heck sowie die Konturmarkierungen sind mit einer gelben retroreflektierenden Folie beklebt. Verstärkt wird die Warnwirkung durch eine Heckwarnanlage mit gelben LEDs. Im Hochsommer sorgt eine Klimaanlage dafür, dass im Inneren erträgliche Temperaturen herrschen. Auf der Beifahrerseite ist zudem eine Markise angebracht, um Schutz vor Sonne und Regen zu haben. Neben dem Blaulicht ist auf dem Dach auch eine rote Blitzleuchte angebracht. Sie kennzeichnet den Standort der Einsatzleitung. Der ELW 1 befindet sich seit Januar 2012 im Einsatzdienst.

Weitere Bilder von diesem Fahrzeug finden Sie hier

Löschgruppenfahrzeug 16/12 (LF 16/12)

Das Löschgruppenfahrzeug (LF) 16/12 verfügt über eine Pumpenleistung von 1.600 l/min. Zusätzlich ist ein Löschwasserbehälter mit 1.600 Litern an Bord. Die Bezeichnungen 16/12 beziehen sich dabei auf die Fördermenge der Pumpe (1. Kennziffer) und das Tankvolumen (2.Kennziffer). Durch eine Modifikation am Löschwassertank wurde dieser jedoch von 1.200 Litern auf 1.600 Liter erweitert. Das Fahrzeug ist neben Material zur Brandbekämpfung auch mit Steck- und Schiebleiter und Material für Technische Hilfeleistungen mittleren Umfangs ausgestattet. Zusätzlich befinden sich eine Wärmebildkamera und diverse Spezialwerkzeuge auf dem Fahrzeug, das 1997 in Dienst gestellt wurde. Derzeit ist das LF aufgrund seiner Vielseitigkeit das Haupteinsatzfahrzeug der Feuerwehr Bruchköbel.

Löschgruppenfahrzeug 8/6 (LF 8/6)

Das Löschgruppenfahrzeug (LF) 8/6 löste 2003 ein altes LF 8 ab. Wesentliche Neuerung des Fahrzeuges ist der eingebaute Wassertank von 600 Litern bei einer Pumpenleistung von 800 l/ min. Diese recht knapp bemessene Löschwasserreserve ist aus Gewichtsgründen zwingend erforderlich, damit das Fahrzeug nicht mehr als 7,5 Tonnen Gesamtmasse hat. Aufgrund der Größe wird das LF 8/6 vorwiegend bei der Bambinogruppe und der Jugendfeuerwehr genutzt. Im Einsatzdienst kann damit eine Gruppe (9 Mann) zur Einsatzstelle ausrücken. Mit der Beladung können Brandbekämpfungen im mittleren Umfang und technische Hilfeleistungen in sehr kleinem Ausmaß vorgenommen werden. Die Indienststellung erfolgte 2003.

Tanklöschfahrzeug 16/24 Tr (TLF 16/24 Tr)

Unser Tanklöschfahrzeug 16/24-Tr führt 2400 Liter Löschwasser mit sich und verfügt ebenfalls über eine Pumpenleistung von 1600 l/min. Die Bezeichnung „Tr“ im Namen deutet auf die Mannschaft hin, die in diesem Fall ein Trupp (2 Mann + Fahrer) beträgt. Mit dem Tanklöschfahrzeug lassen sich in erster Linie Brandbekämpfungen durchführen, Wasser zur Einsatzstelle fahren oder kleine Hilfeleistungen in kleinem Ausmaß bewältigen. Die Indienststellung war 1992.

Gerätewagen-Nachschub (GW-N)

Ein „Gerätewagen Nachschub“ kann Einsatzstellen mit Personal und Material versorgen. Der Aufbau ist identisch mit dem, eines normalen LKW, jedoch haben insgesamt 6 Leute in der Kabine Platz. Üblicherweise sind permanent Materialien zur Ölspurbeseitigung auf dem Fahrzeug verlastet. Bei Bedarf kann die Beladung mit anderen Containern gewechselt oder durch sie ergänzt werden. Zum Verladen ist eine Ladebordwand von BÄR angebaut. Das Fahrzeug ist seit 1995 im Einsatzdienst.

Gerätewagen- Atemschutz und Umwelt (GW-A/U)

Der Gerätewagen Atemschutz und Unwetterschaden (kurz GW-A/U) wurde in Eigenregie von einer Arbeitsgruppe der Feuerwehr ­Bruchköbel umgebaut und ist seit 2013 im Einsatzdienst. Die Bezeichnung „Gerätewagen Atemschutz und Unwetterschäden“ (GW-A/U) ist nicht genormt. Das Fahrzeug wurde 2011 von der Werkfeuerwehr Heraeus gekauft und in Eigenleistung umgebaut. Auf dem Fahrzeug sind im Mittelteil 10 Atemschutzgeräte samt Masken und Zubehör verlastet. Im hinteren Teil stehen Werkzeuge zur Beseitigung von Unwetterschäden bereit. Stromgenerator, Kettensäge, I-Sauger, Tauchpumpen und Material zum Ausleuchten komplettieren die Ausrüstung. Die Mannschaft besteht aus 3 Mann. Indienststellung des Fahrzeuges war 1985.

Mannschaftstransportfahrzeug (MTF)

Mannschaftransportfahrzeuge werden in der Regel zum Transport der Mannschaft eingesetzt. Zusätzlich lassen sich damit auch Materialien in kleinen Mengen transportieren. Im Regeldienst wird das Fahrzeug für Brandsicherheitsdienste und Personaltransporte genutzt. Zur Absicherung von Unfallstellen ist im Heck des Fahrzeuges eine Materialbox mit Sicherungsmaterial (Faltdreiecke, Verkehrsleitkegel, etc.) verbaut.