21. Oktober 2021

07.10.2021 Gefahrstoffaustritt

(bt) In der Limesstraße und im Germanenring kam es heute Morgen zu Stoffaustritten, bei denen große Mengen Dieselkraftstoff freigesetzt wurden. An fünf im Gewerbegebiet Galgengarten abgestellten Lastwagen waren von Unbekannten die Kraftstofftanks mit einem scharfen Gegenstand aufgestochen worden. Nach ersten Schätzungen der Feuerwehr sind durch die Aktion mehrere hunderte Liter Diesel ungehindert in die Kanalisation gelangt. Die Limesstraße und der Germanenring mussten für die Beseitigung der Umweltverschmutzung mehrere Stunden voll gesperrt werden. Die Polizei hat bereits die Ermittlungen aufgenommen.

Gärtnern des Bauhofes fiel am frühen Morgen bei Arbeiten im Gewerbegebiet ein LKW auf, aus dessen Tank Dieselkraftstoff austrat und sich auf der Straße verteilte. Die alarmierte Feuerwehr entdeckte später vier weitere LKWs, an denen Unbekannte ebenfalls die Kraftstoffbehälter mit einem spitzen Gegenstand angestochen hatten. „Bis der Schaden überhaupt entdeckt wurde, waren bereits mehrere hunderte Liter Dieselkraftstoff in die Kanaleinläufe der Limesstraße gelaufen. Zu allem Überfluss fuhr bereits einer der beschädigten LKW bis zu unserem Eintreffen davon und verteilte damit weiteren Kraftstoff im Germanenring“, erklärte Einsatzleiter Marc Wittig. Die Mitarbeiter des Bauhofes gaben Ölalarm und stoppten die Weiterleitung der Abwässer in Richtung Hanau, um den Kraftstoff am Hebewerk aufzufangen und abschöpfen zu können.

Unterdessen fing die Feuerwehr mit mehreren Wannen den weiterhin auslaufenden Kraftstoff auf und sammelte diesen in größeren Behältern. Ein Mitarbeiter des Bauhofes konnte die Einstiche an den Tanks provisorisch mit einer Klebstoffmasse abdichten, um das weitere Auslaufen zu verhindern. Zudem wurde auch die Limesstraße großflächig mit Bindemittel eingedeckt, um den Kraftstoff zu binden. „Hierfür mussten die Limesstraße und der Germanenring mehrere Stunden gesperrt werden. Weitere Mitarbeiter des Bauhofes nahmen das Granulat später mit einer Kehrmaschine wieder auf, um es umweltgerecht zu entsorgen“, erklärte der Einsatzleiter weiter. Die ebenfalls alarmierte Polizei hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen.

Fotos: Wittig, Scholl und Sehring/ FF Stadt Bruchköbel-Innenstadt